336.198 Personen bezogen in Österreich 2017 Pflegegeld

(OTS) – Am 1. 7. 1993 kam es in Österreich zu einem sozialpolitischen Meilenstein. Mit der Einführung des Pflegegeldes wurde die Möglichkeit geschaffen, sich die notwendige Betreuung und Hilfe zu sichern, die für pflegebedürftige Menschen entstehen. „Damit ist ein wichtiger Schritt zur Verringerung der finanziellen Herausforderungen, die mit dem Leid einhergehen, sichergestellt. Gleichzeitig ist das Pflegegeld eine entscheidende Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben“, so der Generaldirektor der PVA Dr. Winfried Pinggera. Die PVA ist mit der Prüfung und Auszahlung des Pflegegeldes betraut. Im vergangenen Jahr gab es 84.766 Erstanträgen und 86.450 Erhöhungsanträgen. Bei beiden kam es damit zu einem Anstieg gegenüber dem Jahr 2016. Im Falle der Erstanträge um 3,3 %, im Falle der Erhöhungsanträge um 2,9 %. Wie auch schon in den vergangenen Jahren war die Zahl der Anträge bei Frauen höher als bei Männern (Männer: 35.038 Erstanträge und 28.044 Erhöhungsanträgen; Frauen 49.728 Erstanträge und 58.406 Erhöhungsanträgen). 113.290 aller Anträge wurden zuerkannt. Insgesamt betragen die Auszahlungen der PVA für Pflegegeldbezieher rund 150 Mio Euro pro Monat. Im vergangenen Jahr bezogen insgesamt 336.198 Personen Pflegegeld. Knapp unter einem Drittel davon beziehen Stufe 1 (91.904), die einen Pflegebedarf von mehr als 65 Stunden durchschnittlich pro Monat voraussetzt. In der höchsten Stufe 7, bei denen der Pflegebedarf durchschnittlich mehr als 180 Stunden pro Monat ausmachen muss, waren Ende 2017 7.153 Personen eingestuft.