Ausgaben des Staatssektors in der EU 2017: Höchster Anteil entfällt auf soziale Sicherung und Gesundheit

Im Jahr 2017 beliefen sich die Gesamtausgaben des Staates in der Europäischen Union (EU) auf 45,8 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Seit dem Jahr 2012, als sie 48,9 % des BIP betrugen, sind die Gesamtausgaben im Verhältnis zum BIP stetig gesunken.

Von den Hauptaufgabenbereichen der Ausgaben des Staates in EU spielt der Bereich „soziale Sicherung“ die weitaus größte Rolle: Im Verhältnis zum BIP machte er im Jahr 2017 18,8 % aus. Darauf folgten die Bereiche „Gesundheitswesen“ (7 %), „allgemeine öffentliche Verwaltung“ (5,8 %) wie etwa auswärtige Angelegenheiten und
Staatsschuldentransaktionen, „Bildungswesen“ (4,6 %) und „wirtschaftliche Angelegenheiten“ (4 %). Auf die Aufgabenbereiche „öffentliche Ordnung und Sicherheit“ (1,7 %), „Verteidigung“ (1,3 %), „Freizeitgestaltung, Kultur und Religion“ (1,1 %), „Umweltschutz“ (0,8 %) sowie „Wohnungswesen und kommunale Einrichtungen“ (0,6 %)
entfiel ein geringeres Gewicht.

Im Jahr 2017 stellte die soziale Sicherung den bedeutendsten Aufgabenbereich der Ausgaben des Staates in allen EU-Mitgliedstaaten dar. Das Verhältnis der Ausgaben des Staates für soziale Sicherung zum BIP variierte in den EU-Mitgliedstaaten von unter 10 % in Irland (9,5 %) bis zu knapp einem Viertel in Finnland (24,9 %). Sechs Mitgliedstaaten – Finnland, Frankreich, Dänemark, Italien, Österreich und Schweden – wandten das Äquivalent von mindestens 20 % ihres BIP für soziale Sicherung auf, während Irland, Litauen, Malta, Lettland, Rumänien, Tschechien und Bulgarien jeweils weniger als 13 % des BIP für soziale Sicherung aufwandten.

Mit Anteilen von mindestens 8 % des BIP registrierten Dänemark (8,4 %), Österreich (8,2 %) und Frankreich (8 %) unter den Mitgliedstaaten im Jahr 2017 die höchsten Anteile der Ausgaben des Staates für das Gesundheitswesen.

Die höchsten Anteile der Ausgaben für die allgemeine öffentliche Verwaltung waren in
Griechenland (8,3 %) und Italien (8,2 %) zu beobachten. Schweden (6,8 %), Dänemark (6,5 %) und Belgien (6,3 %) verzeichneten die höchsten Anteile der Staatsausgaben für das Bildungswesen.

Die Daten zu den Ausgaben des Staates nach Aufgabenbereichen sind einer Online-Veröffentlichung von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, entnommen.

⇒   Zur Pressemitteilung von Eurostat.