Deutsche Firmen investieren wegen Trumps Steuerreform verstärkt in den USA

(APA) – Die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump und das Wirtschaftswachstum in den USA sorgen bisher für zusätzliche Investitionen deutscher Firmen in der größten Volkswirtschaft der Welt. Mehr als jedes zweite deutsche Unternehmen (52 %), das in den USA aktiv ist, will dort sein Investitionsvolumen aufstocken, wie aus dem am 17. 6. 2018 bekannt gewordenen „World Business Outlook“ der Außenhandelskammer (AHK) hervorgeht. „Die US-Steuerreform erzielt bei den deutschen Unternehmen offenbar die von Präsident Donald Trump erhoffte Wirkung“, sagte der DIHK-Präsident Eric Schweitzer der „Wirtschaftswoche“. Mit der Senkung des Unternehmensteuersatzes von 35 % auf 21 % und Sofortabschreibungen für Investitionen sei es attraktiver geworden, Produktions- und Vertriebsaktivitäten in den USA anzusiedeln. Aus dem AHK-Bericht geht weiter hervor, dass 53 % der befragten deutschen Unternehmen in den USA mehr Mitarbeiter einstellen wollen; nur 5 % planten mit weniger Beschäftigten. Zu den Konjunkturerwartungen insgesamt hieß es, 40 % der weltweit gut 5.100 befragten Unternehmen erwarteten in den kommenden 12 Monaten eine positive Entwicklung vor Ort. Zwar würden mehr Handelshemmnisse beobachtet und es seien politische Krisen spürbar, die weltweite Konjunktur schlägt sich jedoch derzeit noch wacker.