EuGH: Latente Wertzuwächse von Gesellschaftsanteilen bei Wohnsitzverlegung


Entscheidung: EuGH 26. 2. 2019, C-581/17, Wächtler.


Die Bestimmungen des Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft andererseits über die Freizügigkeit, unterzeichnet in Luxemburg am 21. 6. 1999, sind dahin auszulegen, dass sie einem Steuersystem eines Mitgliedstaates entgegenstehen, das in einer Situation, in der ein Angehöriger eines Mitgliedstaates, also eine natürliche Person, der im Hoheitsgebiet der Schweizerischen Eidgenossenschaft eine Erwerbstätigkeit ausübt, seinen Wohnsitz von dem Mitgliedstaat, dessen Steuersystem in Frage steht, in die Schweiz verlegt, vorsieht, dass die für die latenten Wertzuwächse von Gesellschaftsanteilen dieses Staatsangehörigen geschuldete Steuer im Zeitpunkt dieser Wohnsitzverlegung erhoben wird, während im Fall der Beibehaltung des Wohnsitzes im selben Mitgliedstaat die Erhebung erst im Zeitpunkt der Realisierung der Wertzuwächse, dh bei der Veräußerung der betreffenden Gesellschaftsanteile, erfolgt.


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