Rechtsprechungsstatistiken 2018: Gerichtshof und des Gericht erreichen mit 1769 erledigten Rechtssachen neuen Rekordwert


Während sich in den Jahren 2016 und 2017 die Anzahl der erledigten Rechtssachen jeweils auf rund 1600 belief, wurde sie im Jahr 2018 mit 1769 übertroffen. Die Anzahl der bei den beiden Gerichten anhängig gemachten neuen Rechtssachen beläuft sich auf 1683, womit sich die steigende Tendenz aus den letzten Jahren fortsetzt. Mit dem Produktivitätsanstieg geht ein Rückgang bei der Anzahl der anhängigen Rechtssachen einher: 2334 Rechtssachen im Jahr 2018 gegenüber 2420 bzw 2358 im Jahr 2017 bzw im Jahr 2016.

Die Anzahl der beim EuGH neu eingegangenen Rechtssachen ist erheblich gestiegen: Mit 849 neuen Rechtssachen – 110 mehr als im Jahr 2017, was einer Steigerung um nahezu 15 % entspricht – bewegt sie sich auf einem beim Gerichtshof bisher nie erreichten Niveau. Dies ist insbesondere auf die größere Anzahl von Vorlagen zur Vorabentscheidung zurückzuführen, die im Jahr 2018 auf 568 gegenüber 533 im Vorjahr zugenommen hat. Dieser Wert hat sich binnen zehn Jahren fast verdoppelt, und die Vorabentscheidungsersuchen machen 70 % der beim Gerichtshof anhängigen Rechtssachen aus.


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