Sachwalterbestellung und Zukunftsprognose über das Risiko einer Selbstgefährdung

(M. S./F. P.) – Schon für die Fortsetzung des Verfahrens nach Erstanhörung sind konkrete Feststellungen erforderlich, in welchem Zusammenhang sich die Betroffene in der Vergangenheit in einer ihren eigenen Interessen objektiv zuwiderlaufenden Weise verhalten hat und/oder aufgrund welcher (konkreten) Umstände die Befürchtung naheliegt, sie werde sich auch in Hinkunft selbst Schaden zufügen. Die Entscheidung über die Bestellung des Sachwalters erfordert somit eine Zukunftsprognose über das Risiko der Selbstgefährdung des Betroffenen ohne Sachwalter (OGH 13. 3. 2018, 5 Ob 12/18b).