Steuererklärung könnte für 200.000 Kleinunternehmer de facto fallen

(APA) – Im Zuge der Steuerreform will der Finanzminister Kleinunternehmer bürokratisch entlasten. Großzügigere Pauschalisierungen sollen ihnen helfen, „sich aufs Geschäft zu konzentrieren statt Formulare auszufüllen“. Bis zu 200.000 Unternehmer und Selbständige mit einem Umsatz unter 30.000 Euro könnten zukünftig von einer Maßnahme „gleich dem Wegfall der Steuererklärung“ profitieren. Momentan betragen die Pauschalierungssätze für Betriebsausgaben 6 % oder 12 % des Umsatzes. Für den Finanzminister ist das zu niedrig: Er erwäge je nach Branche eine Anhebung auf bis zu 70 %. Nimmt ein Kleinunternehmen künftig die Pauschalisierung in Anspruch, so kann der Finanzminister sich vorstellen, dass „Unternehmen im Wesentlichen nur mehr den Umsatz deklarieren und ansonsten keine Angaben mehr machen müssen.“ Weiter meint er: „Das wäre gleichzusetzen mit dem Wegfall der Steuererklärung für Kleinunternehmen.“