VfGH: Intersexuelle Personen haben Recht auf adäquate Bezeichnung im Personenstandsregister

Intersexuelle Menschen, deren biologisches Geschlecht nicht eindeutig „männlich“ oder „weiblich“ ist, haben nach Ansicht des VfGH ein Recht auf eine ihrer Geschlechtlichkeit entsprechende Eintragung im Personenstandsregister oder in Urkunden. Das hat der VfGH im Wege einer verfassungskonformen Interpretation des PStG 2013 festgestellt. Die Aufhebung einer Bestimmung dieses Gesetzes, die der VfGH einer amtswegigen Prüfung unterzogen hat, war nicht notwendig (VfGH 15. 6. 2018, G 77/2018).